Welcher der Süßen ist “mein” Welpe?

Sie haben sich für eine Rasse entschieden, haben alle Vorkehrungen getroffen und einen Züchter gefunden? Super! Natürlich haben Sie auch den Züchter überprüft und die Haltungsbedingungen in Augenschein genommen. Die Mutterhündin hat einen eigenen Bereich und eine große Wurfkiste, die Kleinen sind wohlgenährt und werden auf das Leben vorbereitet. Der Züchter zeigt ihnen Gras, Autos und Bäume. Also alles perfekt.

Bereits beim ersten Besuch, etwa vier Wochen nach der Geburt, können Sie schon sehen, welcher der niedlichen Welpen im Wurf  “Ihrer” sein könnte. Denn Sie wissen am besten, auf welche Charaktereigenschaften Sie Wert legen. Sie können testen, welche Welpen neugierig auf Sie zulaufen. Sie können sehen, welcher Welpe vielleicht frech oder sogar empört auf Ihre Anwesenheit reagiert. Und Sie können sehen, welchem Welpen es völlig egal ist, dass da fremde Menschen sind, weil der Mittagsschlaf eben viel wichtiger ist.

Genau diese Verhaltensweisen der Welpen können Sie später vom heranwachsenden und erwachsenen Hund erwarten. Der neugierige Hund wird sein Leben lang immer die Nase überall hinein stecken. Damit ist er perfekt geeignet für die Rettungshundearbeit, denn er ist in der Regel auch sehr gelehrig. Der freche Welpe wird sein Leben lang versuchen, die Führung zu übernehmen. Wer schon so früh interveniert, weil Besuch da ist legt dies auch im späteren Leben nicht ab. Diese Hunde sind gut als Wachhunde geeignet, sollten aber auch in speziellen Unterordnungskursen lernen, dass sie nicht der Boss sind. Der desinteressierte Welpe wird auch als erwachsener Hund wenig Interesse für seine Umwelt zeigen. Das kann auch bedeuten, dass er an Ihnen nicht interessiert ist und immer versuchen wird, sein Ding durchzuziehen.

Sollten Sie nach dem ersten Eindruck noch immer unsicher sein, bitten Sie um einen Wesenstest. Dazu werden die Welpen einzeln auf einen Tisch gesetzt. Schauen Sie sich nun genau an, wie der Kleine reagiert. Auch hier werden entscheidende Charakterzüge erkennbar. Brauchen Sie Hilfe bei der Welpenauswahl? Die Hundeschule Berlin berät Sie auch hier gern. Kontaktieren Sie mich!

Mrz 25, 2010 | 0 | Allgemeines, Erziehung, Tipps

Wie finde ich eine gute Hundeschule?

Schon bevor ein Hund ins Haus kommt, sollte feststehen, in welche Hundeschule er gehen soll. Denn Hunde können Sie getrost wie Kinder behandeln. Und für Ihr Kind würden Sie die Schule doch auch nicht erst aussuchen, wenn die Schultüte schon gepackt ist, oder?

Wie findet man aber eine gute Hundeschule? Eigentlich ist es ganz einfach: Das Bauchgefühl wird hier eine große Hilfe sein. Beobachten Sie den Umgang der Trainer mit den Hunden. Sind sie liebevoll? Lächeln sie die Hunde an? Streicheln sie ihnen auch mal den Kopf? Sehr gut. Achten Sie auf den Tonfall auf dem Trainingsplatz. Wird hier gebrüllt oder werden im scharfen Kasernenton Befehle erteilt? Das sind Ausschlusskriterien. Es sei denn, Sie möchten Ihren Hund über Angst erziehen.

Für die Welpenstunden gilt: größere und kleinere Hunde sollten getrennt werden. Ein guter Hundetrainer erkennt, ob der fünf Monate alte Rottweiler noch in die Gruppe passt oder nicht. In meiner Welpenstunde habe ich es immer so gehalten: Welpen sind maximal sechs Monate alt, alles, was älter ist, ist ein Junghund und braucht daher eine andere Behandlung. In meiner Rettungshundestaffel wurden Welpen und Junghunde parallel, aber auf zwei abgetrennten Plätzen trainiert.

Beachten die Hundetrainer die Konzentrationsspanne der Welpen? Ein nur wenige Monate alter Welpe hat eine sehr geringe Konzentrationsspanne. Trainieren Sie mit ihm zehn Minuten am Stück, hat er seine Grenzen erreicht und oft schon überschritten. In der Welpenstunde sollte daher Spiel und Spaß den weitaus größeren Teil der Stunde einnehmen. Trainingseinheiten von mehr als fünf Minuten sollten Sie skeptisch machen.

Letztlich entscheiden Sie mit der Wahl der Hundeschule über nichts Geringeres als die Zukunft Ihres Welpen. Daher sollte diese Wahl sehr sorgfältig getroffen werden. Haben Sie noch Fragen? Schreiben Sie mir unter trainer@hundeschuleberlin.de. Die Hundeschule Berlin hat auf alle Fragen eine Antwort.

Mrz 23, 2010 | 0 | Erziehung, Tipps

Grundlagen der Welpenerziehung

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen Welpen! Und das ist auch alles Positive, denn jetzt beginnt die Arbeit. Jeder Fehler, den Sie jetzt machen, wird sich über kurz, vor allem aber über lang rächen.

Welpen lernen gern. Das können und sollten Sie nutzen. In keiner Phase ihres Lebens lernen Hunde soviel wie in der Welpenzeit. Was sie jetzt nicht erfahren, muss ihnen später mühsam begebracht werden. Was sie heute nicht lernen, müssen Sie später mühsam korrigieren. Zwar gilt für Welpen nicht unbedingt das Sprichwort “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr”, aber jetzt ist es sehr viel einfacher.

Wenn Sie sich einen Welpen holen, achten Sie bitte darauf, dass er mindestens acht Wochen alt ist. Besser sind zehn Wochen. Denn in dieser ersten Prägephase lernen die Kleinen viel von der Mutter und den Geschwistern. Ist der Kleine im Haus, sollte er von Anfang an in eine Welpenstunde gehen. Denn hier lernt er andere Rassen kennen, lernt, dass es große und kleine Hunde gibt, helle und dunkle. Nichts ist schwieriger, als mit einem Hund fehlende Prägungen nachzuholen. Oft ist das nicht mehr möglich und Hunde, die dem eigenen Bild des Welpen von der Rasse “Hund” nicht entsprechen, werden automatisch zum Feind erklärt.

Überlegen Sie sich die Anschaffung eines Welpenkäfigs. Das klingt grausam, ist es aber nicht. Vielen Hunden, nicht nur Welpen, ist eine ganze Wohnung viel zu groß. Zuviel Platz bedeutet für viele Hunde Stress, vor allem, wenn sie allein sind. Sie wissen nicht, welches Zimmer sie zuerst bewachen sollen. In einem Welpenkäfig können Sie eine Decke oder alte Kleidung, die nach Ihnen riecht, deponieren, ein wenig Spielzeug und Sie können den Hund dort auch füttern. Er wird schnell akzeptieren, dass der Käfig seine “Höhle” ist und gern dort sein. Wichtig ist, dass der Welpe im Käfig nicht gestört wird! Unser Boxer hat seinen Welpenkäfig so sehr geliebt, dass er auch dann, als er schon viel zu groß dafür war, immer dort hinein gekrabbelt ist. Weil es SEIN Bereich war.

Trainieren Sie vom ersten Tag an die Stubenreinheit. Prinzipiell gilt: Hundchen muss immer nach dem Schlafen, dem Fressen und dem Spielen raus. Spätestens dann, wenn der Kleine anfängt, auffällig in der Wohnung zu schnüffeln, raus mit ihm! Und bitte jedes noch so kleine Geschäft überschwänglich loben. In unserer Staffel galt immer: Wenn Ihre Nachbarn Sie für bekloppt halten, dann sind Sie lobtechnisch auf dem richtigen Weg. :)

Sie wollen mehr wissen? Schreiben Sie mir unter trainer@hundeschuleberlin.de, denn in der Hundeschule Berlin bekommen Sie praxisnahe und einfache Tipps.

Mrz 22, 2010 | 0 | Erziehung, Tipps

Wie fotografiere ich einen Welpen?

Nachfolgend ein paar Tipps, wie sich ein Fotoshooting mit einem Welpen in etwa abspielen könnte:

- Nehmen Sie einen neuen Film aus der Schachtel und laden Sie Ihre Kamera.

- Nehmen Sie die Filmschachtel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie sie in den Abfalleimer.

- Nehmen Sie den Welpen aus dem Abfalleimer und bürsten Sie ihm den Kaffeesatz aus der Schnauze.

- Wählen Sie einen passenden Hintergrund für das Foto. Montieren Sie die Kamera und machen Sie sie aufnahmebereit.

- Suchen Sie Ihren Welpen und nehmen Sie ihm den schmutzigen Socken aus dem Maul.

- Plazieren Sie den Welpen auf dem vorbereiteten Platz und gehen Sie zur Kamera.

- Vergessen Sie den Platz und kriechen Sie Ihrem Welpen auf allen Vieren nach.

- Stellen Sie die Kamera wieder ein und locken Sie Ihren Welpen mit einem Leckerchen.

- Holen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie das Objektiv vom Nasenabdruck des Welpen.

- Nehmen Sie den Blitzwürfel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie ihn weg (den Blitzwürfel).

- Sperren Sie die Katze aus und behandeln Sie die Kratzer auf der Nase des Welpen mit etwas Gel.

- Stellen Sie den Aschenbecher und die Zeitschriften zurück auf den Couchtisch.

- Versuchen Sie, Ihrem Welpen einen interessanten Ausdruck zu entlocken, indem Sie ein Quitschepüppchen über Ihren Kopf halten.

- Rücken Sie Ihre Brille wieder zurecht und holen sie Ihre Kamera unter dem Sofa hervor.

- Springen Sie rechtzeitig auf, nehmen Sie Ihren Welpen am Nacken und sagen zu ihm: “Nein – das machst du draußen!”

- Vergessen Sie die Übung und nehmen sich gleich morgen vor mit dem Welpen – Sitz und Platz – zu üben.

Und das tun Sie am besten in der Hundeschule Berlin. Kontaktieren Sie mich unter trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 14, 2009 | 0 | Aktuelles, zum Schmunzeln

Ich wünsche mir einen Hund – was muss ich beachten?

Die Wahl des “passenden” Hundes ist nicht ganz einfach. Sie hängt von vielen Faktoren ab:

  • Haben Sie Kinder?
  • Haben Sie andere Haustiere?
  • Wieviel Zeit können und wollen Sie investieren?
  • Langes oder kurzes Fell?
  • Großer oder kleiner Hund?
  • Stadt oder Land?
  • Möchten Sie mit dem Hund arbeiten?
  • Was soll Ihr Hund für sie sein: Beschützer oder Freund?

In meiner langjährigen Erziehungsarbeit kam es immer wieder vor, dass Menschen vor mir standen, die offensichtlich völlig verzweifelt waren und das in folgende Worte fassten: “Mein Hund funktioniert nicht.”

Die meisten von ihnen hätten diese Verzweiflung verhindern können, wenn sie sich über die Wahl der Rasse mehr Gedanken gemacht hätten. Unsere heutigen Haushunde sind in Kategorien eingeteilt: Arbeitshunde, Schutzhunde, Hütehunde usw.

Ein klassisches Beispiel für eine komplizierte Wahl ist der Beagle. Der Beagle wurde gezüchtet, um in einer großen Meute bei der Fuchsjagd zu helfen. Er ist also ein Meutehund. Ihn allein zu halten, widerspricht seiner Natur. Als Meutehund ist er jedoch unabhängig von seinen Menschen, denn er hat in seinem Aufgabenbereich nicht viel mit ihnen zu tun. Dementsprechend ist die Erziehung eines Beagles schwierig, besonders, und das ist das Paradoxe, wenn man ihn rassegerecht, also mit mehr als einem Beagle hält.

Ein zweites Beispiel sind der Labrador und der Golden Retriever. Bekannt sind beide als freundliche Familienhunde. Doch der ursprüngliche Sinn dieser Retriever ist auch die Arbeit. Sie wurden gezüchtet, um dem Jäger das erlegte Wild zu bringen, also zu apportieren. Sie sind sehr intelligent und arbeitswillig. Wenn sie unterbeschäftigt sind, können auch diese Hunde sich zu Tyrannen entwickeln oder mit ihrem Energieüberschuss Schaden anrichten. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Labradore und Golden Retriever große Hunde sind, erwachsene Rüden wiegen zwischen 30 und 40 Kilogramm. Diese Körpermasse besteht zu einem großen Teil aus Muskeln, die, wenn sie gezielt eingesetzt werden, auch einen starken Mann in Bedrängnis bringen können. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich einen Labrador oder Goldie anzuschaffen, sollte sich auch gleich überlegen, was er mit diesem Hund später machen möchte.

Sie sehen, die Wahl des richtigen Hundes ist keine leichte Aufgabe. Wenn Sie hier Hilfe brauchen, kontaktieren Sie doch einmal die Hundeschule Berlin! Wir helfen Ihnen gern mit Informationen weiter und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 14, 2009 | 2 | Aktuelles, Hunderassen, Tipps