Wie finde ich eine gute Hundeschule?

Schon bevor ein Hund ins Haus kommt, sollte feststehen, in welche Hundeschule er gehen soll. Denn Hunde können Sie getrost wie Kinder behandeln. Und für Ihr Kind würden Sie die Schule doch auch nicht erst aussuchen, wenn die Schultüte schon gepackt ist, oder?

Wie findet man aber eine gute Hundeschule? Eigentlich ist es ganz einfach: Das Bauchgefühl wird hier eine große Hilfe sein. Beobachten Sie den Umgang der Trainer mit den Hunden. Sind sie liebevoll? Lächeln sie die Hunde an? Streicheln sie ihnen auch mal den Kopf? Sehr gut. Achten Sie auf den Tonfall auf dem Trainingsplatz. Wird hier gebrüllt oder werden im scharfen Kasernenton Befehle erteilt? Das sind Ausschlusskriterien. Es sei denn, Sie möchten Ihren Hund über Angst erziehen.

Für die Welpenstunden gilt: größere und kleinere Hunde sollten getrennt werden. Ein guter Hundetrainer erkennt, ob der fünf Monate alte Rottweiler noch in die Gruppe passt oder nicht. In meiner Welpenstunde habe ich es immer so gehalten: Welpen sind maximal sechs Monate alt, alles, was älter ist, ist ein Junghund und braucht daher eine andere Behandlung. In meiner Rettungshundestaffel wurden Welpen und Junghunde parallel, aber auf zwei abgetrennten Plätzen trainiert.

Beachten die Hundetrainer die Konzentrationsspanne der Welpen? Ein nur wenige Monate alter Welpe hat eine sehr geringe Konzentrationsspanne. Trainieren Sie mit ihm zehn Minuten am Stück, hat er seine Grenzen erreicht und oft schon überschritten. In der Welpenstunde sollte daher Spiel und Spaß den weitaus größeren Teil der Stunde einnehmen. Trainingseinheiten von mehr als fünf Minuten sollten Sie skeptisch machen.

Letztlich entscheiden Sie mit der Wahl der Hundeschule über nichts Geringeres als die Zukunft Ihres Welpen. Daher sollte diese Wahl sehr sorgfältig getroffen werden. Haben Sie noch Fragen? Schreiben Sie mir unter trainer@hundeschuleberlin.de. Die Hundeschule Berlin hat auf alle Fragen eine Antwort.

Mrz 23, 2010 | 0 | Erziehung, Tipps

Frühlingszeit, Welpenzeit

Endlich ist der schier nicht enden wollende Winter vorbei und die Natur erwacht zu neuem Leben. Auch die Tiere werden wieder aktiv und kümmern sich um Nachwuchs. Im Frühjahr werden die meisten Tierkinder geboren. Das betrifft natürlich auch Hunde.

Auch, wenn viele Züchter das ganze Jahr über Welpen anbieten, so haben doch die Frühlingskinder die besten Startbedingungen. Und viele Menschen entscheiden sich nun dafür, einem Hundewelpen ein neues Zuhause zu geben.

Doch bevor Sie sich einen Welpen ins Haus holen, sollten Sie sich viele Gedanken machen. Denn immerhin bekommen Sie einen Gefährten, der im Idealfall bis zu 15 Jahre oder länger bei Ihnen leben wird.

Wichtige Gedanken sind unter anderem:

  • Wieviel Zeit habe ich für einen Hund täglich zur Verfügung?
  • Was habe ich mit meinem Hund vor?
  • Wie lebe ich? (Haus, Wohnung)
  • Wie weit ist es bis zur nächsten Auslaufstelle? (Park, Wald, Hundeauslauf)
  • Wo soll der Hund leben?

Dies ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die Sie sich stellen sollten. Leider entscheiden sich viele Menschen nach Aussehen für einen Hund oder weil eine Rasse gerade “in” ist. Damit tun Sie weder sich noch dem Hund einen Gefallen. Bevor Sie einem kleinen Hund einen Platz für sein Körbchen geben, muss Ihnen klar sein, welcher Hund am besten zu Ihnen passt.

Auch sollten Sie bereits vor dem Einzug des Welpen eine Hundeschule mit Welpenstunde ausgesucht haben. Bedenken Sie bitte immer, dass ein kleiner Hund die Welpenschule dringend braucht. Auch, wenn Sie Ihren Hund noch so lieben, können Sie allein ihm nicht die Erfahrungen bieten, die er dort macht.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder Hilfe benötigen, kontaktieren Sie die Hundeschule Berlin unter trainer@hundeschuleberlin.de. Ich helfe Ihnen gern.

Mrz 21, 2010 | 0 | Erziehung, Hunderassen, Tipps

Geschirr oder Halsband – die ewige Frage

Der Welpe ist angekommen und spätestens jetzt stellt sich dem Neu-Hundebesitzer die ewige Gretchenfrage: Geschirr oder Halsband? Was ist besser für den Kleinen?Und das Schlimme ist: es gibt keine allgemeingültige Antwort, sondern ist eine Frage davon, womit Sie als Hundebesitzer besser zurechtkommen.

Meiner Erfahrung nach ist das Halsband gerade für die Zeit der Erziehung die bessere Wahl. Denn es erlaubt einen genaueren Eingriff in das Verhalten des Hundes. Beim Geschirr verlagert sich die Zugkraft auf eine größere Fläche als beim Halsband, wodurch sich mancher Hund zum Zerren an der Leine animiert sieht. Manche Hundebesitzer wechseln gar zum Geschirr, weil ihr Hund an der Leine zerrt und sie befürchten, dass er sich stranguliert. Damit geben Sie Ihrem Hund jedoch ein völlig falsches Signal! Er lernt dadurch nur, dass es okay ist zu zerren. Abgewöhnen werden Sie es ihm so aber nicht.

Sicher gibt es auch Hunde mit einem sehr dicken Hals wie den Mops beispielsweise, bei dem immer die Gefahr besteht, dass ihm das Halsband einfach über den Kopf rutscht. Hier kann ein Geschirr durchaus sinnvoll sein. Ich kenne jedoch auch Möpse, die am Geschirr laufen müssen, weil sie sonst nicht zu händeln sind, da total unerzogen. Mit zwei unerzogenen Acht-Kilo-Biestern an der Flexileine laufen, einem großen Hund begegnen und die beiden geben den Rottweiler? Da bin ich froh, dass ich sie dank Geschirr quasi beiseite tragen kann.

Prinzipiell jedoch empfehle ich ein Halsband, weil ich damit die besten Erfahrungen gemacht habe. Der Hund wird unmittelbar auf die Leinenbewegungen aufmerksam und ist so besser bei der Sache. Eines ist natürlich klar: Den oft gesehenen und (Asche auf mein Haupt aber ich wusste es nicht besser damals) schon selbst praktizierten Leinenruck darf es niemals geben. Wenn Sie wissen möchten, was dabei am Hals Ihres Hundes passiert, legen Sie sich einmal das eine Ende der Leine ums Handgelenk und lassen jemanden am anderen Ende erst wenig und dann kräftiger rucken. Sie werden sich wundern, bei wie wenig Kraft es schon sehr weh tut. Und das potenzieren Sie bitte mit mindestens fünf und stellen es sich am Hals vor.

Egal ob Halsband oder Geschirr: Man kann einen Hund ohne Leinenruck erziehen. Wie? In der Hundeschule Berlin können Sie es lernen. Nehmen Sie Kontakt zu mir auf:

trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 15, 2009 | 0 | Aktuelles, Tipps