Wo ist das Problem?

Das fragen viele Hundebesitzer, wenn man sie auf Unarten ihres Hundes anspricht. Denn viele Hundehalter erkennen gar nicht, dass sie ein Problem mit ihrem Hund haben. Hier mal einige häufige Probleme:

1. Der Hund hört nicht.

Oft gehörte Antwort: “Bei mir hört der immer.” Natürlich stimmt das nicht, nur sehen die entsprechenden Besitzer meist gar nicht mehr, dass ihr Hund sie komplett in der Pfote hat.

2. Der Hund läuft immer mal weg.

Die Frage: Warum tut er das? Antwort: Hier stimmt die Bindung zwischen Hund und Halter nicht.

3. Der Hund springt alle an.

Entweder möchte er jeden auf Hundeart begrüßen oder aber er hat schlichtweg kein Benehmen gelehrt bekommen.

4. Der tut nix.

Wenn der dazugehörige Hund gerade steht wie angegossen und einen anderen Hund anstarrt oder aber mit hocherhobener Rute und vielleicht noch gesträubtem Nackenfell auf Sie oder Ihren Hund zukommt, ist Vorsicht geboten. Dann tut der sehr wohl was. Und wenn es nur provozieren ist.

5. Der bellt nur.

Hunde, die bellen, beißen nicht? Weit gefehlt.

6. Der bellt immer, wenn er alleine ist.

Aber das kann man ändern. Mit Training und Geduld.

7. Der zieht immer so an der Leine.

Aber das kann man ändern. Mit Training und Geduld.

8. Er nimmt uns immer die Wohnung auseinander, wenn wir nicht da sind.

Der Hund hat Stress. Entweder, weil er Verlustängste hat oder weil er unterfordert ist.

9. Mein Hund will mich immer verteidigen. Ist doch süß von ihm.

Nein, ist es nicht. Und die wenigsten wollen verteidigen, sondern eher ihren Besitz anmelden. Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Hunde, die Ihnen nicht von der Seite weichen und jeden und alles anknurren, was sich Ihnen nähert, sind tickende Zeitbomben.

10. Ich würde ja mit ihm in die Hundeschule gehen, aber die ist am Wochenende/das Wetter ist grad nicht so/…

Hundeschulen und dort vor allem die Welpenstunden sind Lektionen, die Sie Ihrem Hund allein nicht geben können. Sie können sie auch nicht ersetzen. Dort lernt der Hund die verschiedenen Sorten Artgenossen kennen (klein, groß, langes/kurzes Fell usw.), die ihm sonst vielleicht erst viel zu spät über den Weg laufen würden. Er lernt soziales und hundegerechtes Verhalten. Er lernt, sich unterzuordnen und durchzusetzen. Kurzum: Er braucht die Hundeschule fürs Leben genauso sehr wie wir unsere Schule.

Es gibt noch viele andere Probleme. Die meisten davon sind mit kleinen tricks und wenig Aufwand lösbar. Wenn Sie denken, ein Problem mit Ihrem Hund zu haben, kontaktieren Sie die Hundeschule Berlin, ich kann Ihnen helfen.

Jul 02, 2009 | 0 | Erziehung, Tipps