Frühlingszeit, Welpenzeit

Endlich ist der schier nicht enden wollende Winter vorbei und die Natur erwacht zu neuem Leben. Auch die Tiere werden wieder aktiv und kümmern sich um Nachwuchs. Im Frühjahr werden die meisten Tierkinder geboren. Das betrifft natürlich auch Hunde.

Auch, wenn viele Züchter das ganze Jahr über Welpen anbieten, so haben doch die Frühlingskinder die besten Startbedingungen. Und viele Menschen entscheiden sich nun dafür, einem Hundewelpen ein neues Zuhause zu geben.

Doch bevor Sie sich einen Welpen ins Haus holen, sollten Sie sich viele Gedanken machen. Denn immerhin bekommen Sie einen Gefährten, der im Idealfall bis zu 15 Jahre oder länger bei Ihnen leben wird.

Wichtige Gedanken sind unter anderem:

  • Wieviel Zeit habe ich für einen Hund täglich zur Verfügung?
  • Was habe ich mit meinem Hund vor?
  • Wie lebe ich? (Haus, Wohnung)
  • Wie weit ist es bis zur nächsten Auslaufstelle? (Park, Wald, Hundeauslauf)
  • Wo soll der Hund leben?

Dies ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die Sie sich stellen sollten. Leider entscheiden sich viele Menschen nach Aussehen für einen Hund oder weil eine Rasse gerade “in” ist. Damit tun Sie weder sich noch dem Hund einen Gefallen. Bevor Sie einem kleinen Hund einen Platz für sein Körbchen geben, muss Ihnen klar sein, welcher Hund am besten zu Ihnen passt.

Auch sollten Sie bereits vor dem Einzug des Welpen eine Hundeschule mit Welpenstunde ausgesucht haben. Bedenken Sie bitte immer, dass ein kleiner Hund die Welpenschule dringend braucht. Auch, wenn Sie Ihren Hund noch so lieben, können Sie allein ihm nicht die Erfahrungen bieten, die er dort macht.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder Hilfe benötigen, kontaktieren Sie die Hundeschule Berlin unter trainer@hundeschuleberlin.de. Ich helfe Ihnen gern.

Mrz 21, 2010 | 0 | Erziehung, Hunderassen, Tipps

Wo schläft Ihr Hund?

Ganz ehrlich! Wo schläft Ihr Hund? Im Körbchen? Draußen? Oder im Bett?

Wenn es das Bett ist, sollten Sie sich das gut überlegen. Aus meinem Erfahrungsschatz dazu folgende Geschichte:

Eines Tages kam ein junges Pärchen um die 20 mit einem Jack Russel Terrier in meine Welpenstunde. Nun sind JRTs an sich schon Ein-Hund-Terrorzellen, aber man kann dieses Verhalten auch noch beflügeln. Der kleine Hund nahm Frauchen überhaupt nicht ernst und Herrchen nur bedingt wahr. Wir konnten in den Übungen tatsächlich immer einiges erarbeiten, doch in der Woche darauf fingen wir wieder von vorn an. Bis ich ihnen die Frage stellte: “Wo schläft der Hund eigentlich?” Antwort: “Na im Bett!” Na klar, wo sonst…

Zur Erklärung: Im Wolfsrudel schläft und liegt der Leitwolf meist auf einem idealerweise erhöhten, zumindest aber exponierten Platz. Niemand darf auf diesen Platz außer ihm, das gebietet der Respekt. Der Chef allein entscheidet, ob und wem er diese Gunst zuteilt. Der Mensch schläft auch auf erhöhter Position, also quasi auf dem Chefposten. Darf der Hund auf dem gleichen Platz schlafen wie der Chef, räumt ihm dieser also die gleiche Autoritätsstufe ein wie sich selbst. Mit anderen Worten: er macht ihn gleichberechtigt. Wolfs- und Hunderudel funktionieren jedoch nicht gleichberechtigt, sondern hierarchisch. Warum also sollte der Hund nun Befehle von einem Gleichberechtigten entgegen nehmen? Eben. Also wird der Hund seine neu gewonnene Führungsposition ausbauen wollen. Dies tut er mittels Nichtbeachtung des vermeintlichen Chefs. Ist dann der Hund noch ein Sturkopf wie ein JRT, kann das mitunter böse enden.

Ich riet also dem jungen Paar, den Hund aus dem Bett zu entfernen, damit er verstehen kann, dass er nicht der Boss ist. In den folgenden beiden Wochen kamen die Drei weiter zur Welpenstunde. Nach der ersten Woche mit tiefen Augenringen. “Wo schläft der Hund jetzt?”, fragte ich. “Im Körbchen neben dem Bett. Angeleint an einer 10-kg-Hantel. Und mit der rackt er solange rum, bis er am oder im Bett ist. Dann bringen wir ihn zurück und das Spiel beginnt von vorn.” Ich riet ihnen, den Hund an der Heizung zu fixieren, da er mit dieser nicht losziehen kann. Und siehe da: In der nächsten Übungsstunde sahen sie schon viel wacher aus. Was war passiert? Hundchen hatte gemerkt, dass Chef gesprochen hatte. Zwar hatte er als JRT dies nicht klaglos hingenommen, doch nach vier Tagen an der Heizung war er schon viel ruhiger nachts.

Und auch die Übungsstunden liefen nun ganz anders. Der Kleine war aufmerksamer, konzentrierte sich, arbeitete mit Spaß an der Sache. Er bot von sich aus Dinge an, die man gut weiterentwickeln konnte.

Also, tun Sie Ihrem Hund einen Gefallen und setzen Sie ihm Grenzen. Er braucht sie, weil er Sie sonst nicht verstehen kann. In der Hundeschule Berlin können Sie mehr dazu erfahren, wenn Sie mich kontaktieren.

Jun 30, 2009 | 1 | Erziehung, Hunderassen, Tipps

Glück gehabt: Cockerspaniel-Baby überlebt Klospülung

Was der vierjährige David Blair aus London sich genau dabei gedacht haben mag, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Klar ist, dass er mit seinem Cockerspaniel-Welpen draußen gespielt hatte und dieser nun ziemlich schmutzig war. Logische Konsequenz: Der Hund muss wieder sauber werden. Das Waschbecken kann für einen Vierjährigen allerdings ziemlich unerreichbar sein, zumal, wenn er ein Hundebaby trägt. Also: Klodeckel auf und den Hund dort waschen.

So weit, so gut gemeint. Doch vielleicht war dem kleinen David das Wasser zu schmutzig oder nicht ausreichend – was auch immer der Grund war: David zog ab. Und damit machte der kleine Hund den wohl wildesten Ritt seines Lebens durch die Londoner Kanalisation. Glücklicherweise kam er nicht sehr weit und machte an seinem Aufenthaltsort im Rohr vor Nachbars Gartentor auf sich aufmerksam.

Mit Hilfe einer Kanalreinigungsfirma und eines Kameraroboters gelang es nicht nur, den kleinen Hund zu finden, sondern auch, ihn unverletzt zu retten. Der bis dahin namenlose Welpe heißt nun Dyno – nach der Kanalreinigungsfirma, der er sein Leben verdankt. Glück gehabt, kleiner Dyno!

Wenn Sie Fragen haben zum Umgang mit Kind und Hund, kann die Hundeschule Berlin Ihnen helfen. Kontaktieren Sie mich unter trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 16, 2009 | 1 | Aktuelles, zum Schmunzeln

Ich wünsche mir einen Hund – was muss ich beachten?

Die Wahl des “passenden” Hundes ist nicht ganz einfach. Sie hängt von vielen Faktoren ab:

  • Haben Sie Kinder?
  • Haben Sie andere Haustiere?
  • Wieviel Zeit können und wollen Sie investieren?
  • Langes oder kurzes Fell?
  • Großer oder kleiner Hund?
  • Stadt oder Land?
  • Möchten Sie mit dem Hund arbeiten?
  • Was soll Ihr Hund für sie sein: Beschützer oder Freund?

In meiner langjährigen Erziehungsarbeit kam es immer wieder vor, dass Menschen vor mir standen, die offensichtlich völlig verzweifelt waren und das in folgende Worte fassten: “Mein Hund funktioniert nicht.”

Die meisten von ihnen hätten diese Verzweiflung verhindern können, wenn sie sich über die Wahl der Rasse mehr Gedanken gemacht hätten. Unsere heutigen Haushunde sind in Kategorien eingeteilt: Arbeitshunde, Schutzhunde, Hütehunde usw.

Ein klassisches Beispiel für eine komplizierte Wahl ist der Beagle. Der Beagle wurde gezüchtet, um in einer großen Meute bei der Fuchsjagd zu helfen. Er ist also ein Meutehund. Ihn allein zu halten, widerspricht seiner Natur. Als Meutehund ist er jedoch unabhängig von seinen Menschen, denn er hat in seinem Aufgabenbereich nicht viel mit ihnen zu tun. Dementsprechend ist die Erziehung eines Beagles schwierig, besonders, und das ist das Paradoxe, wenn man ihn rassegerecht, also mit mehr als einem Beagle hält.

Ein zweites Beispiel sind der Labrador und der Golden Retriever. Bekannt sind beide als freundliche Familienhunde. Doch der ursprüngliche Sinn dieser Retriever ist auch die Arbeit. Sie wurden gezüchtet, um dem Jäger das erlegte Wild zu bringen, also zu apportieren. Sie sind sehr intelligent und arbeitswillig. Wenn sie unterbeschäftigt sind, können auch diese Hunde sich zu Tyrannen entwickeln oder mit ihrem Energieüberschuss Schaden anrichten. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Labradore und Golden Retriever große Hunde sind, erwachsene Rüden wiegen zwischen 30 und 40 Kilogramm. Diese Körpermasse besteht zu einem großen Teil aus Muskeln, die, wenn sie gezielt eingesetzt werden, auch einen starken Mann in Bedrängnis bringen können. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich einen Labrador oder Goldie anzuschaffen, sollte sich auch gleich überlegen, was er mit diesem Hund später machen möchte.

Sie sehen, die Wahl des richtigen Hundes ist keine leichte Aufgabe. Wenn Sie hier Hilfe brauchen, kontaktieren Sie doch einmal die Hundeschule Berlin! Wir helfen Ihnen gern mit Informationen weiter und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 14, 2009 | 2 | Aktuelles, Hunderassen, Tipps