Welcher Hund passt zu mir?

Die Frage nach dem richtigen Hund stellen sich viele. Nur leider entscheiden viele Halter eher nach dem Aussehen des Hundes als nach ihren eigenen Eigenschaften. Da wird dann ein Bordercollie in eine Zweiraum-Wohnung geholt oder ein Husky in den heißen Süden.

Vor der Entscheidung für einen Hund sollte immer die Information stehen. Das Internet bietet hier zahlreiche Möglichkeiten, alles über den Traumhund zu erfahren. Unter anderem darüber, wie sein Charakter ist und welche Ansprüche er hat.

Jagdhunde beispielsweise brauchen viel Auslauf, viel Beschäftigung und ihrer Natur entsprechend haben sie einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Daher benötigen sie in jedem Fall eine sehr konsequente Erziehung. Jagdhunde sind nur bedingt als Familienhund geeignet und bestimmt nicht dafür, mit den Kindern allein spazieren zu gehen. Der ungarische Viszla oder der Weimaraner gelten neuerdings als Modehunde, weil sie so schön sind. Das führt dazu, dass viele dieser Hunde falsch gehalten werden und unglücklich sind, unter Umständen aus Unterforderung aggressiv werden und auch Menschen beißen.

Terrier fallen ebenfalls in die Kategorie Jagdhunde, bilden allerdings hier eine eigene Kategorie. Denn zum Jagdinstinkt kommt beim Terrier ein gehöriger Dickschädel. Alle Terrier sind schnell unterfordert und entwickeln daher besonders schnell “Ungezogenheiten” wie Kissen zerfetzen, Möbel auseinander nehmen, an der Leine zerren und in selbige beißen, andere Hunde anpöbeln und vieles mehr. Das gilt im übrigen vom Yorkshire Terrier, der gern als kleiner Schoßhund unterschätzt wird, bis zum vermeintlichen Kampfhund Staffordshire Terrier. Wird der Terrier nicht ausgelastet mit Beschäftigung für Kopf und Beine, wird er sich daneben benehmen. Darüber hinaus neigen Terrier dazu, ihrem Herrchen die Führung nicht zuzutrauen und übernehmen sie lieber selbst. Das kann gefährlich enden.

Ein Beispiel:

Jahrelang ging ein älterer Herr mit seinem Westhighland Terrier den immer gleichen Weg in der Stadt spazieren. Jahrelang begegneten sie auf ihrem Weg einem Bernhardiner. Jahrelang pöbelte der Westie was das Zeug hielt, wenn er den Bernhardiner sah. Jahrelang “beruhigte” Herrchen den Hund, ohne dass sich etwas änderte. Jahrelang schaute der Bernhardiner den Westie nicht einmal an. Eines Tages jedoch hatte der Berhardiner genug. Er machte einen Satz auf den Pöbler zu, packte ihn am Nacken, schüttelte ihn kurz und ließ wieder los. Der Westie war tot. Wer ist nun schuld? Der Berhardiner oder sein Herrchen? Der Westie oder sein Herrchen? Alle zusammen. Der Westie war unterfordert, weil er keine Beschäftigung hatte. Er verteidigte Herrchen, weil er ihm nicht zutraute, dass er das allein kann. Herrchen bestärkte ihn in dieser Meinung, indem er den Westie immer beruhigte, was für einen Hund wie eine Bestätigung klingt. Der Bernhardiner-Halter hätte auch früher schon einmal etwas sagen können. Letztlich jedoch hat der Westie diese Entwicklung provoziert und Herrchen nichts dagegen getan.

Wenn Sie also wissen wollen, welcher Hund am besten zu Ihnen passt, dann machen Sie sich zuerst Gedanken darüber, wie viel Zeit Sie investieren können und wollen, und zwar täglich! Überlegen Sie sich genau, dass ein Hund Ihnen in der Regel ungefähr 12 bis 15 Jahre erhalten bleibt. Dass Sie in dieser Zeit für ihn ebenso Verantwortung tragen wie für ein Familienmitglied.

Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie die Hundeschule Berlin, wir können gern zusammen überlegen, welche Rasse für Sie die richtige ist.

Jul 15, 2009 | 2 | Hunderassen, Tipps

Wo ist das Problem?

Das fragen viele Hundebesitzer, wenn man sie auf Unarten ihres Hundes anspricht. Denn viele Hundehalter erkennen gar nicht, dass sie ein Problem mit ihrem Hund haben. Hier mal einige häufige Probleme:

1. Der Hund hört nicht.

Oft gehörte Antwort: “Bei mir hört der immer.” Natürlich stimmt das nicht, nur sehen die entsprechenden Besitzer meist gar nicht mehr, dass ihr Hund sie komplett in der Pfote hat.

2. Der Hund läuft immer mal weg.

Die Frage: Warum tut er das? Antwort: Hier stimmt die Bindung zwischen Hund und Halter nicht.

3. Der Hund springt alle an.

Entweder möchte er jeden auf Hundeart begrüßen oder aber er hat schlichtweg kein Benehmen gelehrt bekommen.

4. Der tut nix.

Wenn der dazugehörige Hund gerade steht wie angegossen und einen anderen Hund anstarrt oder aber mit hocherhobener Rute und vielleicht noch gesträubtem Nackenfell auf Sie oder Ihren Hund zukommt, ist Vorsicht geboten. Dann tut der sehr wohl was. Und wenn es nur provozieren ist.

5. Der bellt nur.

Hunde, die bellen, beißen nicht? Weit gefehlt.

6. Der bellt immer, wenn er alleine ist.

Aber das kann man ändern. Mit Training und Geduld.

7. Der zieht immer so an der Leine.

Aber das kann man ändern. Mit Training und Geduld.

8. Er nimmt uns immer die Wohnung auseinander, wenn wir nicht da sind.

Der Hund hat Stress. Entweder, weil er Verlustängste hat oder weil er unterfordert ist.

9. Mein Hund will mich immer verteidigen. Ist doch süß von ihm.

Nein, ist es nicht. Und die wenigsten wollen verteidigen, sondern eher ihren Besitz anmelden. Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Hunde, die Ihnen nicht von der Seite weichen und jeden und alles anknurren, was sich Ihnen nähert, sind tickende Zeitbomben.

10. Ich würde ja mit ihm in die Hundeschule gehen, aber die ist am Wochenende/das Wetter ist grad nicht so/…

Hundeschulen und dort vor allem die Welpenstunden sind Lektionen, die Sie Ihrem Hund allein nicht geben können. Sie können sie auch nicht ersetzen. Dort lernt der Hund die verschiedenen Sorten Artgenossen kennen (klein, groß, langes/kurzes Fell usw.), die ihm sonst vielleicht erst viel zu spät über den Weg laufen würden. Er lernt soziales und hundegerechtes Verhalten. Er lernt, sich unterzuordnen und durchzusetzen. Kurzum: Er braucht die Hundeschule fürs Leben genauso sehr wie wir unsere Schule.

Es gibt noch viele andere Probleme. Die meisten davon sind mit kleinen tricks und wenig Aufwand lösbar. Wenn Sie denken, ein Problem mit Ihrem Hund zu haben, kontaktieren Sie die Hundeschule Berlin, ich kann Ihnen helfen.

Jul 02, 2009 | 0 | Erziehung, Tipps

Wo schläft Ihr Hund?

Ganz ehrlich! Wo schläft Ihr Hund? Im Körbchen? Draußen? Oder im Bett?

Wenn es das Bett ist, sollten Sie sich das gut überlegen. Aus meinem Erfahrungsschatz dazu folgende Geschichte:

Eines Tages kam ein junges Pärchen um die 20 mit einem Jack Russel Terrier in meine Welpenstunde. Nun sind JRTs an sich schon Ein-Hund-Terrorzellen, aber man kann dieses Verhalten auch noch beflügeln. Der kleine Hund nahm Frauchen überhaupt nicht ernst und Herrchen nur bedingt wahr. Wir konnten in den Übungen tatsächlich immer einiges erarbeiten, doch in der Woche darauf fingen wir wieder von vorn an. Bis ich ihnen die Frage stellte: “Wo schläft der Hund eigentlich?” Antwort: “Na im Bett!” Na klar, wo sonst…

Zur Erklärung: Im Wolfsrudel schläft und liegt der Leitwolf meist auf einem idealerweise erhöhten, zumindest aber exponierten Platz. Niemand darf auf diesen Platz außer ihm, das gebietet der Respekt. Der Chef allein entscheidet, ob und wem er diese Gunst zuteilt. Der Mensch schläft auch auf erhöhter Position, also quasi auf dem Chefposten. Darf der Hund auf dem gleichen Platz schlafen wie der Chef, räumt ihm dieser also die gleiche Autoritätsstufe ein wie sich selbst. Mit anderen Worten: er macht ihn gleichberechtigt. Wolfs- und Hunderudel funktionieren jedoch nicht gleichberechtigt, sondern hierarchisch. Warum also sollte der Hund nun Befehle von einem Gleichberechtigten entgegen nehmen? Eben. Also wird der Hund seine neu gewonnene Führungsposition ausbauen wollen. Dies tut er mittels Nichtbeachtung des vermeintlichen Chefs. Ist dann der Hund noch ein Sturkopf wie ein JRT, kann das mitunter böse enden.

Ich riet also dem jungen Paar, den Hund aus dem Bett zu entfernen, damit er verstehen kann, dass er nicht der Boss ist. In den folgenden beiden Wochen kamen die Drei weiter zur Welpenstunde. Nach der ersten Woche mit tiefen Augenringen. “Wo schläft der Hund jetzt?”, fragte ich. “Im Körbchen neben dem Bett. Angeleint an einer 10-kg-Hantel. Und mit der rackt er solange rum, bis er am oder im Bett ist. Dann bringen wir ihn zurück und das Spiel beginnt von vorn.” Ich riet ihnen, den Hund an der Heizung zu fixieren, da er mit dieser nicht losziehen kann. Und siehe da: In der nächsten Übungsstunde sahen sie schon viel wacher aus. Was war passiert? Hundchen hatte gemerkt, dass Chef gesprochen hatte. Zwar hatte er als JRT dies nicht klaglos hingenommen, doch nach vier Tagen an der Heizung war er schon viel ruhiger nachts.

Und auch die Übungsstunden liefen nun ganz anders. Der Kleine war aufmerksamer, konzentrierte sich, arbeitete mit Spaß an der Sache. Er bot von sich aus Dinge an, die man gut weiterentwickeln konnte.

Also, tun Sie Ihrem Hund einen Gefallen und setzen Sie ihm Grenzen. Er braucht sie, weil er Sie sonst nicht verstehen kann. In der Hundeschule Berlin können Sie mehr dazu erfahren, wenn Sie mich kontaktieren.

Jun 30, 2009 | 1 | Erziehung, Hunderassen, Tipps

Hundehaltertypen: Vom Schönreden und dem Schönwetterhund

Eine Studie hat herausgefunden, dass fast jede vierte Beziehung zwischen Hund und Besitzer nicht ganz normal ist. Zuerst fallen einem da natürlich die überstylten Modehundchen mit Mäntelchen und lackierten Krallen in feinen Damenhandtäschchen ein. Doch das ist es nicht vordergründig.

Denn sehr viele Hundehalter sehen gar nicht, dass sie ein Problem haben oder reden es sich schön. Eine Bekannte von mir nahm meinen Gassiservice für ihre beiden kleinen Hunde in Anspruch. Diese beiden sind absolut unerzogen, hören weder auf ihren Namen, noch reagieren sie auf Kommandos noch laufen sie vernünftig an der Leine. Sie selbst reagierte auf hinweisende Einwürfe meinerseits mit Antworten aus zwei Kategorien:

1. Bei mir macht der das nicht.

2. Wir wollen ja trainieren, wir warten nur auf besseres Wetter.

Zur Kategorie 1.: Natürlich macht er das bei ihr. Nur sie findet es putzig. Und weiß auch nicht, wie es einzudämmen wäre. Ihrer Meinung nach sind die Hunde eben so, sind eben Dickschädel, Punkt.

Zur Kategorie 2.: Braucht man eigentlich nicht viel zu sagen. Es gibt keinen Schönwetterhund und das Wetter ist die schlechteste Ausrede, die man sich für einen unerzogenen Hund ausdenken kann.

Daher ein paar Gedanken zum Thema von mir. Wer zwei Hunde hat, sollte idealerweise nicht allein mit beiden gleichzeitig gehen. Sicher kann man zwei kleinere Hunde allein festhalten, aber wie sieht es bei größeren aus? Wie kann man richtig und umsichtig reagieren, wenn man damit beschäftigt ist, seine gesamte Aufmerksamkeit dem Festhalten und Koordinieren zweier Hunde zu widmen? Sobald ich merke, dass die beiden Hunde ein Rudel bilden und gemeinsam meine Befehle ignorieren, ist es an der Zeit, ein Machtwort zu sprechen. Am besten mit professioneller Hilfe. Und ein “echter” Hundetrainer kommt bei jedem Wetter, versprochen!

Und nein, zwei kläffende geifernde Hunde, egal wie groß oder klein, legen kein normales Verhalten an den Tag sondern sind auf Krawall gebürstet. Das ist weder putzig noch niedlich und spätestens, wenn sie den ersten ernsthaften Ärger oder Löcher im Pelz haben, wird es vielleicht auch Frauchen verstehen.

Sollten Sie an Ihrem Hund ähnliche Verhaltensweisen entdecken, nehmen Sie doch einfach Kontakt zur Hundeschule Berlin auf! Ich helfe gern, egal bei welchem Wetter.

Jun 29, 2009 | 1 | Erziehung

Hund springt jeden an – was tun?

Das Problem kennen viele Hundebesitzer: Egal ob draußen oder drinnen, wenn ein Mensch auf ihr Hundchen zukommt, springt dieser begeistert an ihm hoch. Meist ist dies durchaus freundlich gemeint, doch auch eine freundliche Dogge kann einen erwachsenen Mann mit ihrer Liebe geradezu umwerfen. Doch wie kann man einem begeisterten Hund das abgewöhnen?

Nun, zuerst einmal sollte man wissen, WARUM ein Hund das macht. Wenn sich zwei Hunde begegnen, die sich kennen und freundlich gesonnen sind, leckt der Untergebene dem Übergeordneten das Gesicht, um ihm zu demonstrieren, dass er sich unterwirft. Es handelt sich beim Gesicht lecken also meist um eine Beschwichtigungsgeste. In selteneren Fällen lecken sich Hunde auch zum Trost oder zur gegenseitigen Reinigung das Gesicht.

Nun ist aber einem Hund ein Hundegesicht in der Regel recht nah, ein Menschengesicht befindet sich jedoch weit oben. Um dorthin zu gelangen, muss hund also am Menschen hochspringen. Ein Hund, der an einem Menschen hochspringt, hat dementsprechend die besten Absichten: er möchte dem Übergeordneten seinen Respekt zollen.

Man kann relativ leicht erreichen, dass der Hund nicht hochspringt, indem man sich auf sein Niveau herabbegibt, also mit dem Gesicht auf seine Höhe geht. Dafür muss man aber Hundeküsse mögen.

Nicht empfehlenswert sind nicht aussterbende Tipps wie der, man solle dem Hund, der an einem hochsteht, auf die Pfoten treten. Das ist eine Handlung, die im hündischen Verhaltensmuster nicht vorkommt und daher vom Hund nicht verstanden wird. Wenn sie dazu führt, dass der Hund das Verhalten danach unterlässt, dann aus Angst vor den Schmerzen. Und wer möchte schon, dass sein Hund sich vor ihm fürchtet?

Es gibt aber noch andere Wege, einem Hund das Hochspringen abzugewöhnen, die völlig ohne Gewalt und Schmerz auskommen und auch vom Hund relativ schnell verstanden werden. Welche? In der Hundeschule Berlin erfahren Sie mehr. Nehmen Sie Kontakt zu mir auf:

trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 17, 2009 | 1 | Aktuelles, Erziehung, Tipps

Glück gehabt: Cockerspaniel-Baby überlebt Klospülung

Was der vierjährige David Blair aus London sich genau dabei gedacht haben mag, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Klar ist, dass er mit seinem Cockerspaniel-Welpen draußen gespielt hatte und dieser nun ziemlich schmutzig war. Logische Konsequenz: Der Hund muss wieder sauber werden. Das Waschbecken kann für einen Vierjährigen allerdings ziemlich unerreichbar sein, zumal, wenn er ein Hundebaby trägt. Also: Klodeckel auf und den Hund dort waschen.

So weit, so gut gemeint. Doch vielleicht war dem kleinen David das Wasser zu schmutzig oder nicht ausreichend – was auch immer der Grund war: David zog ab. Und damit machte der kleine Hund den wohl wildesten Ritt seines Lebens durch die Londoner Kanalisation. Glücklicherweise kam er nicht sehr weit und machte an seinem Aufenthaltsort im Rohr vor Nachbars Gartentor auf sich aufmerksam.

Mit Hilfe einer Kanalreinigungsfirma und eines Kameraroboters gelang es nicht nur, den kleinen Hund zu finden, sondern auch, ihn unverletzt zu retten. Der bis dahin namenlose Welpe heißt nun Dyno – nach der Kanalreinigungsfirma, der er sein Leben verdankt. Glück gehabt, kleiner Dyno!

Wenn Sie Fragen haben zum Umgang mit Kind und Hund, kann die Hundeschule Berlin Ihnen helfen. Kontaktieren Sie mich unter trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 16, 2009 | 1 | Aktuelles, zum Schmunzeln

Geschirr oder Halsband – die ewige Frage

Der Welpe ist angekommen und spätestens jetzt stellt sich dem Neu-Hundebesitzer die ewige Gretchenfrage: Geschirr oder Halsband? Was ist besser für den Kleinen?Und das Schlimme ist: es gibt keine allgemeingültige Antwort, sondern ist eine Frage davon, womit Sie als Hundebesitzer besser zurechtkommen.

Meiner Erfahrung nach ist das Halsband gerade für die Zeit der Erziehung die bessere Wahl. Denn es erlaubt einen genaueren Eingriff in das Verhalten des Hundes. Beim Geschirr verlagert sich die Zugkraft auf eine größere Fläche als beim Halsband, wodurch sich mancher Hund zum Zerren an der Leine animiert sieht. Manche Hundebesitzer wechseln gar zum Geschirr, weil ihr Hund an der Leine zerrt und sie befürchten, dass er sich stranguliert. Damit geben Sie Ihrem Hund jedoch ein völlig falsches Signal! Er lernt dadurch nur, dass es okay ist zu zerren. Abgewöhnen werden Sie es ihm so aber nicht.

Sicher gibt es auch Hunde mit einem sehr dicken Hals wie den Mops beispielsweise, bei dem immer die Gefahr besteht, dass ihm das Halsband einfach über den Kopf rutscht. Hier kann ein Geschirr durchaus sinnvoll sein. Ich kenne jedoch auch Möpse, die am Geschirr laufen müssen, weil sie sonst nicht zu händeln sind, da total unerzogen. Mit zwei unerzogenen Acht-Kilo-Biestern an der Flexileine laufen, einem großen Hund begegnen und die beiden geben den Rottweiler? Da bin ich froh, dass ich sie dank Geschirr quasi beiseite tragen kann.

Prinzipiell jedoch empfehle ich ein Halsband, weil ich damit die besten Erfahrungen gemacht habe. Der Hund wird unmittelbar auf die Leinenbewegungen aufmerksam und ist so besser bei der Sache. Eines ist natürlich klar: Den oft gesehenen und (Asche auf mein Haupt aber ich wusste es nicht besser damals) schon selbst praktizierten Leinenruck darf es niemals geben. Wenn Sie wissen möchten, was dabei am Hals Ihres Hundes passiert, legen Sie sich einmal das eine Ende der Leine ums Handgelenk und lassen jemanden am anderen Ende erst wenig und dann kräftiger rucken. Sie werden sich wundern, bei wie wenig Kraft es schon sehr weh tut. Und das potenzieren Sie bitte mit mindestens fünf und stellen es sich am Hals vor.

Egal ob Halsband oder Geschirr: Man kann einen Hund ohne Leinenruck erziehen. Wie? In der Hundeschule Berlin können Sie es lernen. Nehmen Sie Kontakt zu mir auf:

trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 15, 2009 | 0 | Aktuelles, Tipps

Wie fotografiere ich einen Welpen?

Nachfolgend ein paar Tipps, wie sich ein Fotoshooting mit einem Welpen in etwa abspielen könnte:

- Nehmen Sie einen neuen Film aus der Schachtel und laden Sie Ihre Kamera.

- Nehmen Sie die Filmschachtel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie sie in den Abfalleimer.

- Nehmen Sie den Welpen aus dem Abfalleimer und bürsten Sie ihm den Kaffeesatz aus der Schnauze.

- Wählen Sie einen passenden Hintergrund für das Foto. Montieren Sie die Kamera und machen Sie sie aufnahmebereit.

- Suchen Sie Ihren Welpen und nehmen Sie ihm den schmutzigen Socken aus dem Maul.

- Plazieren Sie den Welpen auf dem vorbereiteten Platz und gehen Sie zur Kamera.

- Vergessen Sie den Platz und kriechen Sie Ihrem Welpen auf allen Vieren nach.

- Stellen Sie die Kamera wieder ein und locken Sie Ihren Welpen mit einem Leckerchen.

- Holen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie das Objektiv vom Nasenabdruck des Welpen.

- Nehmen Sie den Blitzwürfel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie ihn weg (den Blitzwürfel).

- Sperren Sie die Katze aus und behandeln Sie die Kratzer auf der Nase des Welpen mit etwas Gel.

- Stellen Sie den Aschenbecher und die Zeitschriften zurück auf den Couchtisch.

- Versuchen Sie, Ihrem Welpen einen interessanten Ausdruck zu entlocken, indem Sie ein Quitschepüppchen über Ihren Kopf halten.

- Rücken Sie Ihre Brille wieder zurecht und holen sie Ihre Kamera unter dem Sofa hervor.

- Springen Sie rechtzeitig auf, nehmen Sie Ihren Welpen am Nacken und sagen zu ihm: “Nein – das machst du draußen!”

- Vergessen Sie die Übung und nehmen sich gleich morgen vor mit dem Welpen – Sitz und Platz – zu üben.

Und das tun Sie am besten in der Hundeschule Berlin. Kontaktieren Sie mich unter trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 14, 2009 | 0 | Aktuelles, zum Schmunzeln

Ich wünsche mir einen Hund – was muss ich beachten?

Die Wahl des “passenden” Hundes ist nicht ganz einfach. Sie hängt von vielen Faktoren ab:

  • Haben Sie Kinder?
  • Haben Sie andere Haustiere?
  • Wieviel Zeit können und wollen Sie investieren?
  • Langes oder kurzes Fell?
  • Großer oder kleiner Hund?
  • Stadt oder Land?
  • Möchten Sie mit dem Hund arbeiten?
  • Was soll Ihr Hund für sie sein: Beschützer oder Freund?

In meiner langjährigen Erziehungsarbeit kam es immer wieder vor, dass Menschen vor mir standen, die offensichtlich völlig verzweifelt waren und das in folgende Worte fassten: “Mein Hund funktioniert nicht.”

Die meisten von ihnen hätten diese Verzweiflung verhindern können, wenn sie sich über die Wahl der Rasse mehr Gedanken gemacht hätten. Unsere heutigen Haushunde sind in Kategorien eingeteilt: Arbeitshunde, Schutzhunde, Hütehunde usw.

Ein klassisches Beispiel für eine komplizierte Wahl ist der Beagle. Der Beagle wurde gezüchtet, um in einer großen Meute bei der Fuchsjagd zu helfen. Er ist also ein Meutehund. Ihn allein zu halten, widerspricht seiner Natur. Als Meutehund ist er jedoch unabhängig von seinen Menschen, denn er hat in seinem Aufgabenbereich nicht viel mit ihnen zu tun. Dementsprechend ist die Erziehung eines Beagles schwierig, besonders, und das ist das Paradoxe, wenn man ihn rassegerecht, also mit mehr als einem Beagle hält.

Ein zweites Beispiel sind der Labrador und der Golden Retriever. Bekannt sind beide als freundliche Familienhunde. Doch der ursprüngliche Sinn dieser Retriever ist auch die Arbeit. Sie wurden gezüchtet, um dem Jäger das erlegte Wild zu bringen, also zu apportieren. Sie sind sehr intelligent und arbeitswillig. Wenn sie unterbeschäftigt sind, können auch diese Hunde sich zu Tyrannen entwickeln oder mit ihrem Energieüberschuss Schaden anrichten. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Labradore und Golden Retriever große Hunde sind, erwachsene Rüden wiegen zwischen 30 und 40 Kilogramm. Diese Körpermasse besteht zu einem großen Teil aus Muskeln, die, wenn sie gezielt eingesetzt werden, auch einen starken Mann in Bedrängnis bringen können. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich einen Labrador oder Goldie anzuschaffen, sollte sich auch gleich überlegen, was er mit diesem Hund später machen möchte.

Sie sehen, die Wahl des richtigen Hundes ist keine leichte Aufgabe. Wenn Sie hier Hilfe brauchen, kontaktieren Sie doch einmal die Hundeschule Berlin! Wir helfen Ihnen gern mit Informationen weiter und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. trainer@hundeschuleberlin.de

Jun 14, 2009 | 2 | Aktuelles, Hunderassen, Tipps