Grundlagen der Welpenerziehung

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen Welpen! Und das ist auch alles Positive, denn jetzt beginnt die Arbeit. Jeder Fehler, den Sie jetzt machen, wird sich über kurz, vor allem aber über lang rächen.

Welpen lernen gern. Das können und sollten Sie nutzen. In keiner Phase ihres Lebens lernen Hunde soviel wie in der Welpenzeit. Was sie jetzt nicht erfahren, muss ihnen später mühsam begebracht werden. Was sie heute nicht lernen, müssen Sie später mühsam korrigieren. Zwar gilt für Welpen nicht unbedingt das Sprichwort “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr”, aber jetzt ist es sehr viel einfacher.

Wenn Sie sich einen Welpen holen, achten Sie bitte darauf, dass er mindestens acht Wochen alt ist. Besser sind zehn Wochen. Denn in dieser ersten Prägephase lernen die Kleinen viel von der Mutter und den Geschwistern. Ist der Kleine im Haus, sollte er von Anfang an in eine Welpenstunde gehen. Denn hier lernt er andere Rassen kennen, lernt, dass es große und kleine Hunde gibt, helle und dunkle. Nichts ist schwieriger, als mit einem Hund fehlende Prägungen nachzuholen. Oft ist das nicht mehr möglich und Hunde, die dem eigenen Bild des Welpen von der Rasse “Hund” nicht entsprechen, werden automatisch zum Feind erklärt.

Überlegen Sie sich die Anschaffung eines Welpenkäfigs. Das klingt grausam, ist es aber nicht. Vielen Hunden, nicht nur Welpen, ist eine ganze Wohnung viel zu groß. Zuviel Platz bedeutet für viele Hunde Stress, vor allem, wenn sie allein sind. Sie wissen nicht, welches Zimmer sie zuerst bewachen sollen. In einem Welpenkäfig können Sie eine Decke oder alte Kleidung, die nach Ihnen riecht, deponieren, ein wenig Spielzeug und Sie können den Hund dort auch füttern. Er wird schnell akzeptieren, dass der Käfig seine “Höhle” ist und gern dort sein. Wichtig ist, dass der Welpe im Käfig nicht gestört wird! Unser Boxer hat seinen Welpenkäfig so sehr geliebt, dass er auch dann, als er schon viel zu groß dafür war, immer dort hinein gekrabbelt ist. Weil es SEIN Bereich war.

Trainieren Sie vom ersten Tag an die Stubenreinheit. Prinzipiell gilt: Hundchen muss immer nach dem Schlafen, dem Fressen und dem Spielen raus. Spätestens dann, wenn der Kleine anfängt, auffällig in der Wohnung zu schnüffeln, raus mit ihm! Und bitte jedes noch so kleine Geschäft überschwänglich loben. In unserer Staffel galt immer: Wenn Ihre Nachbarn Sie für bekloppt halten, dann sind Sie lobtechnisch auf dem richtigen Weg. :)

Sie wollen mehr wissen? Schreiben Sie mir unter trainer@hundeschuleberlin.de, denn in der Hundeschule Berlin bekommen Sie praxisnahe und einfache Tipps.

Mrz 22, 2010 | 0 | Erziehung, Tipps

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