Winterzeit – Pfotenpflegezeit

Der Winter hat uns wieder. Es ist kalt und der erste Schnee türmt sich auf den Gehwegen. Viele Hundebesitzer fragen sich nun, wie sie ihren Hund am besten vor der Kälte schützen.

Zuerst einmal: Die meisten Hunde benötigen keine Mäntelchen oder gar Mützchen oder was der Markt sonst noch so hergibt. Daran hat meist der Besitzer viel mehr Freude als der Hund. Nicht umsonst hat ein Hund ein Fell. Lediglich, wenn der Hund (wie beispielsweise bei der Rettungshundearbeit) lange Wartezeiten an einer Stelle überbrücken muss und zudem noch ein kurzes Fell hat, kann eine Hundeweste sinnvoll sein. Im normalen Hausgebrauch bewegt sich ein Hund beim Spazierengehen genügend, um nicht zu frieren.

Allerdings wirklich wichtig ist im Winter die regelmäßige Kontrolle und Pflege der Pfoten. Durch die Kälte und besonders durch Streusalz wird die Haut an den Pfoten stark angegriffen und kann mitunter sogar reißen. Eine Wunde an der Pfote verheilt langsamer als an anderen Körperstellen, weil die Haut hier dicker ist. So können sich auch schnell Entzündungen bilden.

Wenn Sie Ihrem Hund also einen Gefallen tun wollen, dann cremen Sie bei Schnee und Eis seine Pfotenballen ein. Das hält die Haut weich und geschmeidig und sie reißt nicht so schnell. Wie immer gilt auch hier: nicht zu viel des Guten. Es hat nicht viel Sinn, dreimal täglich zu cremen, weil dann die Ballen ZU weich werden könnten. Das gesunde Mittelmaß ist gefragt.

Bei Streusalz auf den Wegen duschen oder waschen Sie nach dem Spaziergang die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab und kontrollieren Sie die Ballen auf Risse. Zum Cremen empfiehlt sich Melkfett, Vaseline oder Ringelblumensalbe. Vor dem Spaziergang aufgetragen hilft Cremen gegen die Kälte, nachher gegen Verletzungen. Daher sollte nach dem Spaziergang nur gecremt werden, wenn es tatsächlich kleine Wunden gibt. Diese können mit der Creme abgedeckt werden, dann wirkt sie wie ein Pflaster.

Sie haben weitere Fragen zum Thema Hunde, Problemhunde oder Hundeprobleme? Dann nehmen Sie Kontakt zu mir auf!

Dez 09, 2010 | 0 | Aktuelles, Tipps

Was Hänschen nicht lernt?

Immer wieder begegne ich Hunden und ihren Menschen, die offenbar Probleme miteinander haben. Der Hund zerrt an der Leine, beißt in selbige, pöbelt andere Hunde oder gar Menschen an und Herrchen oder Frauchen steht oder läuft etwas hilflos nebenher. Auf die Frage, warum sie denn nicht an den Problemen arbeiten, kommt immer wieder die gleiche Antwort: “Ach der ist ja schon älter, das hat doch eh keinen Sinn mehr. Was Hänschen nicht gelernt hat, lernt Hans eben nicht mehr.”

Falsch. Denn ich kann sehr wohl auch einen zehn Jahre alten Hund noch erziehen. Also im Grunde mehr seine Menschen, denn Hunde reagieren immer nur so, wie wir Menschen es ihnen vorgeben.

Ein Beispiel aus der Praxis. Meine Boxerhündin Cally war eine echte Zicke. Jeder Hund war gut beraten, wenn er sich aus dem Staub machte, bevor sie in seiner Nähe war. Für dieses Verhalten gab es mehrere Gründe. Zum einen hatte Cally ihre Prägephase leider nur mit Boxern und dann auch noch mit ihrer eigenen Familie verbracht. Sie kannte andere Hunde einfach nicht, Rassen, die nicht nach Boxer aussahen, waren grundsätzlich erst einmal Feind. Zum zweiten war Cally das einzige Weibchen in einem Fünferwurf, das heißt, der Testosterongehalt im Fruchtwasser war deutlich erhöht. Testosteron sorgt nicht nur bei Menschen zu erhöhter Aggression. Drittens waren sowohl Callys Mutter als auch ihre Tante ebenfalls aggressiv, es kann also davon ausgegangen werden, dass auch eine genetische Voraussetzung für ihr Verhalten bestand, das sie dann, als sie auf der Welt war, auch noch visuell erlernt hat.

Und viertens und letztens waren wir schuld. Denn immer, wenn Cally ihre Ausraster bekam oder wir einem anderen Hund begegneten, ging aufgrund der bisherigen Erfahrungen auch unser Puls hoch. Begann sie dann mit ihren Attacken an der Leine, schrien wir sie an (ja, Asche auf unser Haupt, aber wir wussten es damals nicht besser). Irgendwann hatten wir die Nase voll und suchten eine befreundete Tierpsychologin auf. Die erklärte uns, dass Cally neben den bekannten körperlichen Schwierigkeiten aus ihrer Jugend auch über ein überausgeprägtes Revierverhalten verfügte. Im Klartext: Sie sah immer jeden Raum um uns herum als ihr Revier an, das sie zu verteidigen hat. Wir gaben ihr mit unserem Schreien darüber hinaus jahrelang die Bestätigung, dass die anderen Hunde in der Tat eine Gefahr waren. So wie vermeintlich beruhigende Worte für einen Hund Bestätigung bedeuten, bedeutet Schreien für einen Hund soviel, dass Herrchen mitbellt, ihn quasi anfeuert.

Mit diesem Wissen in der Tasche konnten wir unsere damals bereits 11-jährige Hündin “umpolen”. Wenn wir nun anderen Hunden begegneten, blieben wir stehen, ließen sie ins “Sitz” gehen und sagten dann gar nichts mehr. Stand sie auf und begann ihre übliche Arie, kam ein knappes “Nein” und der Hintern wurde wieder Richtung Erde gedrückt. Und siehe da: Nachdem wir das eine Weile durchgehalten hatten, wurde Cally viel ruhiger und andere Hunde waren plötzlich gar nicht mehr so interessant. Die letzten 2,5 Jahre mit ihr waren im Gegensatz zu vorher richtig entspannt.

Sie haben auch einen Hund, der schon älter ist und Unarten hat? Nehmen Sie Kontakt zur Hundeschule Berlin auf!

Okt 22, 2010 | 0 | Allgemeines, Erziehung, Tipps

Welcher der Süßen ist “mein” Welpe?

Sie haben sich für eine Rasse entschieden, haben alle Vorkehrungen getroffen und einen Züchter gefunden? Super! Natürlich haben Sie auch den Züchter überprüft und die Haltungsbedingungen in Augenschein genommen. Die Mutterhündin hat einen eigenen Bereich und eine große Wurfkiste, die Kleinen sind wohlgenährt und werden auf das Leben vorbereitet. Der Züchter zeigt ihnen Gras, Autos und Bäume. Also alles perfekt.

Bereits beim ersten Besuch, etwa vier Wochen nach der Geburt, können Sie schon sehen, welcher der niedlichen Welpen im Wurf  “Ihrer” sein könnte. Denn Sie wissen am besten, auf welche Charaktereigenschaften Sie Wert legen. Sie können testen, welche Welpen neugierig auf Sie zulaufen. Sie können sehen, welcher Welpe vielleicht frech oder sogar empört auf Ihre Anwesenheit reagiert. Und Sie können sehen, welchem Welpen es völlig egal ist, dass da fremde Menschen sind, weil der Mittagsschlaf eben viel wichtiger ist.

Genau diese Verhaltensweisen der Welpen können Sie später vom heranwachsenden und erwachsenen Hund erwarten. Der neugierige Hund wird sein Leben lang immer die Nase überall hinein stecken. Damit ist er perfekt geeignet für die Rettungshundearbeit, denn er ist in der Regel auch sehr gelehrig. Der freche Welpe wird sein Leben lang versuchen, die Führung zu übernehmen. Wer schon so früh interveniert, weil Besuch da ist legt dies auch im späteren Leben nicht ab. Diese Hunde sind gut als Wachhunde geeignet, sollten aber auch in speziellen Unterordnungskursen lernen, dass sie nicht der Boss sind. Der desinteressierte Welpe wird auch als erwachsener Hund wenig Interesse für seine Umwelt zeigen. Das kann auch bedeuten, dass er an Ihnen nicht interessiert ist und immer versuchen wird, sein Ding durchzuziehen.

Sollten Sie nach dem ersten Eindruck noch immer unsicher sein, bitten Sie um einen Wesenstest. Dazu werden die Welpen einzeln auf einen Tisch gesetzt. Schauen Sie sich nun genau an, wie der Kleine reagiert. Auch hier werden entscheidende Charakterzüge erkennbar. Brauchen Sie Hilfe bei der Welpenauswahl? Die Hundeschule Berlin berät Sie auch hier gern. Kontaktieren Sie mich!

Mrz 25, 2010 | 0 | Allgemeines, Erziehung, Tipps

Das Märchen vom Schoßhund

Es gibt Hunderassen, die werden im Allgemeinen als Schoßhunde bezeichnet. Dabei handelt es sich in der Regel um kleinere Rassen wie den Westhighland Terrier, den Mops, den Yorkshire Terrier, den Malteser oder den Chihuahua, um nur einige zu nennen. Das Problem an dieser Annahme ist: Es gibt keinen Schoßhund.

Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Kein Hund ist anspruchslos genug, um ein Schoßhund zu sein. Das größte Problem an den kleineren Rassen ist, dass sie gern unterschätzt werden. Da sie körperlich weder die Kraft noch die Gefährlichkeit eines großen Hundes haben, werden sie nicht ernst genommen. Oft lässt auch die Erziehung zu wünschen übrig oder findet gar nicht erst statt, denn der Hund kann ja jederzeit auf den Arm genommen werden.

Das ist im Übrigen das Schlimmste, was man einem kleinen Hund antun kann: ihn auf den Arm nehmen. Damit “versaut” man nicht nur den Charakter des Hundes, sondern bringt sich selbst mitunter in Gefahr. Denn der Kleine, der beim Pöbeln von einem größeren Hund angegriffen wird, lernt beim Hochnehmen nur, dass er Recht hat. Nun befindet er sich zudem in einer erhöhten Position und pöbelt bestätigt von oben weiter. Das kann dazu führen, dass der angepöbelte größere Hund den Besitzer anspringt, um den kleinen Hund anzugreifen. Dabei kann es zu bösen Verletzungen kommen.

Besondere Vorsicht gilt bei allen Terriern. Terrier sind Jagdhunde mit großem Bewegungsdrang. Alle Terrier brauchen ausgleichende Beschäftigung. Ansonsten ist eine Fehlentwicklung vorprogrammiert. Wer einmal erlebt hat, wie ein Jack Russel oder ein Westie seine Menschen terrorisieren kann, weiß, was gemeint ist.

Und prinzipiell gilt immer: Ein Hund, der sich auffällig benimmt oder gar seine Menschen angreift oder die Wohnung auseinander nimmt, ist unterfordert. Kein Hund ist auf Dauer damit zufrieden, dreimal täglich eine Minirunde zu laufen, damit er sich lösen kann. Jeder Hund muss sich mindestens einmal in der Woche, besser aber täglich, ausrennen und auspowern. Jeder Hund braucht eine Beschäftigung für den Kopf. Denn kein Hund ist dumm genug, um einfach so ohne Herausforderung sein Leben zu fristen.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie wären als Kind nicht erzogen und nie in die Schule geschickt worden. Sie hätten aber auch nur immer kurz unter Kontrolle vor die Tür gedurft. Zwar hätten Ihre Eltern Sie gern gehabt und Ihnen zu essen gegeben und ein weiches Bett, aber ansonsten hätten Sie neben ihnen hergelebt. Kontakte zu Gleichaltrigen hätte es bestenfalls im Vorbeigehen gegeben. Unbeachtet, ungefordert. Wollen Sie einem Hund das antun?

Haben Sie Fragen zur richtigen Beschäftigung für Ihren Hund? Die Hundeschule Berlin hat die Antworten. Fragen Sie mich unter trainer@hundeschuleberlin.de

Mrz 24, 2010 | 2 | Erziehung, Hunderassen, Tipps

Wie finde ich eine gute Hundeschule?

Schon bevor ein Hund ins Haus kommt, sollte feststehen, in welche Hundeschule er gehen soll. Denn Hunde können Sie getrost wie Kinder behandeln. Und für Ihr Kind würden Sie die Schule doch auch nicht erst aussuchen, wenn die Schultüte schon gepackt ist, oder?

Wie findet man aber eine gute Hundeschule? Eigentlich ist es ganz einfach: Das Bauchgefühl wird hier eine große Hilfe sein. Beobachten Sie den Umgang der Trainer mit den Hunden. Sind sie liebevoll? Lächeln sie die Hunde an? Streicheln sie ihnen auch mal den Kopf? Sehr gut. Achten Sie auf den Tonfall auf dem Trainingsplatz. Wird hier gebrüllt oder werden im scharfen Kasernenton Befehle erteilt? Das sind Ausschlusskriterien. Es sei denn, Sie möchten Ihren Hund über Angst erziehen.

Für die Welpenstunden gilt: größere und kleinere Hunde sollten getrennt werden. Ein guter Hundetrainer erkennt, ob der fünf Monate alte Rottweiler noch in die Gruppe passt oder nicht. In meiner Welpenstunde habe ich es immer so gehalten: Welpen sind maximal sechs Monate alt, alles, was älter ist, ist ein Junghund und braucht daher eine andere Behandlung. In meiner Rettungshundestaffel wurden Welpen und Junghunde parallel, aber auf zwei abgetrennten Plätzen trainiert.

Beachten die Hundetrainer die Konzentrationsspanne der Welpen? Ein nur wenige Monate alter Welpe hat eine sehr geringe Konzentrationsspanne. Trainieren Sie mit ihm zehn Minuten am Stück, hat er seine Grenzen erreicht und oft schon überschritten. In der Welpenstunde sollte daher Spiel und Spaß den weitaus größeren Teil der Stunde einnehmen. Trainingseinheiten von mehr als fünf Minuten sollten Sie skeptisch machen.

Letztlich entscheiden Sie mit der Wahl der Hundeschule über nichts Geringeres als die Zukunft Ihres Welpen. Daher sollte diese Wahl sehr sorgfältig getroffen werden. Haben Sie noch Fragen? Schreiben Sie mir unter trainer@hundeschuleberlin.de. Die Hundeschule Berlin hat auf alle Fragen eine Antwort.

Mrz 23, 2010 | 0 | Erziehung, Tipps

Grundlagen der Welpenerziehung

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen Welpen! Und das ist auch alles Positive, denn jetzt beginnt die Arbeit. Jeder Fehler, den Sie jetzt machen, wird sich über kurz, vor allem aber über lang rächen.

Welpen lernen gern. Das können und sollten Sie nutzen. In keiner Phase ihres Lebens lernen Hunde soviel wie in der Welpenzeit. Was sie jetzt nicht erfahren, muss ihnen später mühsam begebracht werden. Was sie heute nicht lernen, müssen Sie später mühsam korrigieren. Zwar gilt für Welpen nicht unbedingt das Sprichwort “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr”, aber jetzt ist es sehr viel einfacher.

Wenn Sie sich einen Welpen holen, achten Sie bitte darauf, dass er mindestens acht Wochen alt ist. Besser sind zehn Wochen. Denn in dieser ersten Prägephase lernen die Kleinen viel von der Mutter und den Geschwistern. Ist der Kleine im Haus, sollte er von Anfang an in eine Welpenstunde gehen. Denn hier lernt er andere Rassen kennen, lernt, dass es große und kleine Hunde gibt, helle und dunkle. Nichts ist schwieriger, als mit einem Hund fehlende Prägungen nachzuholen. Oft ist das nicht mehr möglich und Hunde, die dem eigenen Bild des Welpen von der Rasse “Hund” nicht entsprechen, werden automatisch zum Feind erklärt.

Überlegen Sie sich die Anschaffung eines Welpenkäfigs. Das klingt grausam, ist es aber nicht. Vielen Hunden, nicht nur Welpen, ist eine ganze Wohnung viel zu groß. Zuviel Platz bedeutet für viele Hunde Stress, vor allem, wenn sie allein sind. Sie wissen nicht, welches Zimmer sie zuerst bewachen sollen. In einem Welpenkäfig können Sie eine Decke oder alte Kleidung, die nach Ihnen riecht, deponieren, ein wenig Spielzeug und Sie können den Hund dort auch füttern. Er wird schnell akzeptieren, dass der Käfig seine “Höhle” ist und gern dort sein. Wichtig ist, dass der Welpe im Käfig nicht gestört wird! Unser Boxer hat seinen Welpenkäfig so sehr geliebt, dass er auch dann, als er schon viel zu groß dafür war, immer dort hinein gekrabbelt ist. Weil es SEIN Bereich war.

Trainieren Sie vom ersten Tag an die Stubenreinheit. Prinzipiell gilt: Hundchen muss immer nach dem Schlafen, dem Fressen und dem Spielen raus. Spätestens dann, wenn der Kleine anfängt, auffällig in der Wohnung zu schnüffeln, raus mit ihm! Und bitte jedes noch so kleine Geschäft überschwänglich loben. In unserer Staffel galt immer: Wenn Ihre Nachbarn Sie für bekloppt halten, dann sind Sie lobtechnisch auf dem richtigen Weg. :)

Sie wollen mehr wissen? Schreiben Sie mir unter trainer@hundeschuleberlin.de, denn in der Hundeschule Berlin bekommen Sie praxisnahe und einfache Tipps.

Mrz 22, 2010 | 0 | Erziehung, Tipps

Frühlingszeit, Welpenzeit

Endlich ist der schier nicht enden wollende Winter vorbei und die Natur erwacht zu neuem Leben. Auch die Tiere werden wieder aktiv und kümmern sich um Nachwuchs. Im Frühjahr werden die meisten Tierkinder geboren. Das betrifft natürlich auch Hunde.

Auch, wenn viele Züchter das ganze Jahr über Welpen anbieten, so haben doch die Frühlingskinder die besten Startbedingungen. Und viele Menschen entscheiden sich nun dafür, einem Hundewelpen ein neues Zuhause zu geben.

Doch bevor Sie sich einen Welpen ins Haus holen, sollten Sie sich viele Gedanken machen. Denn immerhin bekommen Sie einen Gefährten, der im Idealfall bis zu 15 Jahre oder länger bei Ihnen leben wird.

Wichtige Gedanken sind unter anderem:

  • Wieviel Zeit habe ich für einen Hund täglich zur Verfügung?
  • Was habe ich mit meinem Hund vor?
  • Wie lebe ich? (Haus, Wohnung)
  • Wie weit ist es bis zur nächsten Auslaufstelle? (Park, Wald, Hundeauslauf)
  • Wo soll der Hund leben?

Dies ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die Sie sich stellen sollten. Leider entscheiden sich viele Menschen nach Aussehen für einen Hund oder weil eine Rasse gerade “in” ist. Damit tun Sie weder sich noch dem Hund einen Gefallen. Bevor Sie einem kleinen Hund einen Platz für sein Körbchen geben, muss Ihnen klar sein, welcher Hund am besten zu Ihnen passt.

Auch sollten Sie bereits vor dem Einzug des Welpen eine Hundeschule mit Welpenstunde ausgesucht haben. Bedenken Sie bitte immer, dass ein kleiner Hund die Welpenschule dringend braucht. Auch, wenn Sie Ihren Hund noch so lieben, können Sie allein ihm nicht die Erfahrungen bieten, die er dort macht.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder Hilfe benötigen, kontaktieren Sie die Hundeschule Berlin unter trainer@hundeschuleberlin.de. Ich helfe Ihnen gern.

Mrz 21, 2010 | 0 | Erziehung, Hunderassen, Tipps

Immer mehr Hunde twittern

Der Microblogging-Dienst Twitter ist nicht nur bei Menschen beliebt und erfolgreich. Auch immer mehr Tiere twittern. Momentan kann man sogar neben der Miss und dem Mister Twitter den besten Tier-Twitterer wählen. Und so erzählen inzwischen Hunderte Hunde und Katzen von ihrem Alltag mit dem Dosenöffner.

Natürlich steckt nicht hinter jedem Profil mit Tierbild auch der Zugang eines Tieres. Manche Firmen nutzen Tierbilder, weil sie erfolgreicher sind als Firmenlogos. Viele Nutzer haben auch Tierbild weil sie Tiere mögen und das ausdrücken möchten.

Übrigens: Auch die Hundeschule Berlin finden Sie bei Twitter und ebenso in der Twitterwahl. Folgen Sie uns und klicken Sie mit!

Jul 29, 2009 | 1 | Aktuelles

Lassen Sie Ihren Hund im Sommer nicht allein!

Das heiße Auto im Sommer kann innerhalb kürzester Zeit zum tödlichen Hitzschlag führen - Foto: peta

Das heiße Auto im Sommer kann innerhalb kürzester Zeit zum tödlichen Hitzschlag führen - Foto: peta

Jul 16, 2009 | 0 | Aktuelles

Welcher Hund passt zu mir?

Die Frage nach dem richtigen Hund stellen sich viele. Nur leider entscheiden viele Halter eher nach dem Aussehen des Hundes als nach ihren eigenen Eigenschaften. Da wird dann ein Bordercollie in eine Zweiraum-Wohnung geholt oder ein Husky in den heißen Süden.

Vor der Entscheidung für einen Hund sollte immer die Information stehen. Das Internet bietet hier zahlreiche Möglichkeiten, alles über den Traumhund zu erfahren. Unter anderem darüber, wie sein Charakter ist und welche Ansprüche er hat.

Jagdhunde beispielsweise brauchen viel Auslauf, viel Beschäftigung und ihrer Natur entsprechend haben sie einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Daher benötigen sie in jedem Fall eine sehr konsequente Erziehung. Jagdhunde sind nur bedingt als Familienhund geeignet und bestimmt nicht dafür, mit den Kindern allein spazieren zu gehen. Der ungarische Viszla oder der Weimaraner gelten neuerdings als Modehunde, weil sie so schön sind. Das führt dazu, dass viele dieser Hunde falsch gehalten werden und unglücklich sind, unter Umständen aus Unterforderung aggressiv werden und auch Menschen beißen.

Terrier fallen ebenfalls in die Kategorie Jagdhunde, bilden allerdings hier eine eigene Kategorie. Denn zum Jagdinstinkt kommt beim Terrier ein gehöriger Dickschädel. Alle Terrier sind schnell unterfordert und entwickeln daher besonders schnell “Ungezogenheiten” wie Kissen zerfetzen, Möbel auseinander nehmen, an der Leine zerren und in selbige beißen, andere Hunde anpöbeln und vieles mehr. Das gilt im übrigen vom Yorkshire Terrier, der gern als kleiner Schoßhund unterschätzt wird, bis zum vermeintlichen Kampfhund Staffordshire Terrier. Wird der Terrier nicht ausgelastet mit Beschäftigung für Kopf und Beine, wird er sich daneben benehmen. Darüber hinaus neigen Terrier dazu, ihrem Herrchen die Führung nicht zuzutrauen und übernehmen sie lieber selbst. Das kann gefährlich enden.

Ein Beispiel:

Jahrelang ging ein älterer Herr mit seinem Westhighland Terrier den immer gleichen Weg in der Stadt spazieren. Jahrelang begegneten sie auf ihrem Weg einem Bernhardiner. Jahrelang pöbelte der Westie was das Zeug hielt, wenn er den Bernhardiner sah. Jahrelang “beruhigte” Herrchen den Hund, ohne dass sich etwas änderte. Jahrelang schaute der Bernhardiner den Westie nicht einmal an. Eines Tages jedoch hatte der Berhardiner genug. Er machte einen Satz auf den Pöbler zu, packte ihn am Nacken, schüttelte ihn kurz und ließ wieder los. Der Westie war tot. Wer ist nun schuld? Der Berhardiner oder sein Herrchen? Der Westie oder sein Herrchen? Alle zusammen. Der Westie war unterfordert, weil er keine Beschäftigung hatte. Er verteidigte Herrchen, weil er ihm nicht zutraute, dass er das allein kann. Herrchen bestärkte ihn in dieser Meinung, indem er den Westie immer beruhigte, was für einen Hund wie eine Bestätigung klingt. Der Bernhardiner-Halter hätte auch früher schon einmal etwas sagen können. Letztlich jedoch hat der Westie diese Entwicklung provoziert und Herrchen nichts dagegen getan.

Wenn Sie also wissen wollen, welcher Hund am besten zu Ihnen passt, dann machen Sie sich zuerst Gedanken darüber, wie viel Zeit Sie investieren können und wollen, und zwar täglich! Überlegen Sie sich genau, dass ein Hund Ihnen in der Regel ungefähr 12 bis 15 Jahre erhalten bleibt. Dass Sie in dieser Zeit für ihn ebenso Verantwortung tragen wie für ein Familienmitglied.

Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie die Hundeschule Berlin, wir können gern zusammen überlegen, welche Rasse für Sie die richtige ist.

Jul 15, 2009 | 2 | Hunderassen, Tipps